Wichtige Fragen im Zusammenhang mit den Härtefallmassnahmen


Häufige Fragen

Es gibt drei Möglichkeiten, Härtefallunterstützung des Kantons Basel-Landschaft zu erhalten:

  1. Umsatzrückgang im Jahr 2020 gegenüber dem Durchschnitt 2018/2019 von mindestens 40%
  2. Umsatzrückgang in den letzten 12 Monaten von mindestens 40%
  3. Mein Betrieb wurde durch behördliche Massnahmen geschlossen.

 Siehe dazu dieses Schaubild des Bundes.

Es handelt sich im Wesentlichen um Detailhandelsgeschäfte, welche keine Güter des täglichen Bedarfs verkaufen, Gastronomiebetriebe, Kultur- und Sportbetriebe. Ab 1.3.2021 können Detailhandelsgeschäfte wieder öffnen.  Siehe diese Liste.

Wenn Sie eine Spartenrechnung führen und die unterschiedlichen Bereiche also separat und getrennt voneinander abrechnen, können Sie für die einzelnen Sparten die Voraussetzungen für eine Härtefallentschädigung prüfen lassen.

Ihr Restaurant gilt trotzdem als geschlossen, und Sie können dafür eine Härtefallentschädigung beantragen.

Der Schnellantrag ist für behördlich geschlossene Betriebe eingerichtet. Es müssen dafür weniger Unterlagen eingereicht werden.

Wenn Sie allerdings einen Umsatzrückgang von mehr als 45% aufweisen, empfehlen wir den Normalantrag. Ihre Härtefallentschädigung ist bei einem Umsatzrückgang von mehr als 45% höher als im Falle einer Betriebsschliessung.

 

Die Entschädigung berechnet sich folgendermassen:

Geschlossene Betriebe:

HF-Entschädigung = Durchschn. Umsatz 2018/19 x Fixkostenquote x Schliessungsdauer (%-Anteil an Jahr)(Unternehmen mit besonders hohen Fixkosten erhalten einen Zuschlag von 10%-Punkten auf die Schliessdauer)Bsp. HF-Entschädigung = 150'000.- x 25.1% x 25 % (3 Monate geschlossen) = 9'412.50 Franken
Bsp. Fixkostenlastig: HF-Entschädigung = 150'000.- x 29.2% + (25%+10%) = 15'330 Franken

Betriebe mit Umsatzrückgang von 40% und mehr:

HF-Entschädigung = Durchschn. Umsatz 2018/19 x Fixkostenquote x Umsatzrückgang in % (2020 oder letzte 12 Monate gegenüber durchschn. Umsatz 2018/19).
Bsp. HF-Entschädigung = 150'000.- x 27% x 45.1% = 18'265.50 Franken

Betriebe mit einem Umsatz von mehr als 5 Millionen Franken:

Die Berechnung der Härtefallentschädigung richtet sich nach den Vorgaben des Bundes in Art. 8b und 8c der Covid-19-Härtefallverordnung des Bundes.

 

Für weiterhin geschlossene Betriebe (bspw. Gastronomie) werden die neuen Schliesszeiten für die Berechnung der Härtefallentschädigung angewendet (bspw. Gastronomie neu 4 Monate geschlossen anstelle bisher 3 Monate). Die neuen Eckwerte werden für die Berechnung der Härtefallentschädigung von Gesuchen angewendet, die ab 1.3.2021 eingereicht werden.

Gesuchsteller, welche bereits Härtefallzahlungen erhalten haben bzw. die vor dem 1.3.2021 ihre Gesuche eingereicht haben, müssen nicht selbst aktiv werden. Wenn sie infolge der verlängerten Schliesszeiten eine höhere Entschädigung erhalten (bspw. Restaurants) erhalten sie ab April 2021 automatische Nachzahlungen.

Nein. Nur die behördlich geschlossenen Betriebe, welche bereits im Vorfeld erhebliche Umsatzeinbussen aufgrund von Einschränkungen erlitten haben und hohe Schutzaufwendungen treffen mussten ohne Kompensationsmöglichkeiten (Nachholeffekte) (Gastronomie, Fitnesscenter, Sport- und Kulturbetriebe).

Der Kanton Basel-Landschaft-Landschaft stützt sich bei der Umsetzung der Härtefallmassnahmen auf die Fixkostenquote pro Branche des Bundes. Diese finden Sie im Anhang zur Härtefallverordnung des Kantons. Die Quoten wurden auf der Basis von Daten des Bundesamtes für Statistik ermittelt.

Sie können ihr Noga-Branchenzugehörigkeit am einfachsten hier abklären.

Seit Anfang Februar 2021 werden wöchentlich Gesuche beurteilt und Auszahlungen vorgenommen. Die Gesuchsteller für À-fonds-perdu Beiträge müssen mit einer Bearbeitungsdauer von 2-3 Wochen rechnen. Falls für Kreditanträge Banken miteinbezogen werden müssen oder falls bei unvollständigen Gesuchen Rücksprache mit den Gesuchstellenden nötig ist, verlängert sich die Bearbeitungszeit.

Jeder Antragsteller erhält nach dem Entscheid durch den Kanton ein Schreiben per E-mail mit allen Angaben. Wenn Sie einverstanden sind, werden die Unterstützungsbeiträge ausbezahlt. Wenn Sie nicht einverstanden sind, können sie eine beschwerdefähige Verfügung verlangen und beim Regierungsrat Beschwerde gegen den Entschied erhaben.

Sie müssen nichts unternehmen. Wir werden prüfen automatisch prüfen, ob Sie aufgrund der neuen Regelungen eine höhere Entschädigung erhalten und gegebenenfalls eine Nachzahlung tätigen. Falls wir weitere Informationen von Ihnen brauchen, kommen wir auf Sie zu.

Ja. Der Bund ermöglicht die Berücksichtigung der Umsätze der letzten 12 Monate bis Ende Juni 2021. Danach können Sie ein neues, zweites Gesuch einreichen, falls sich Ihre Umsatzzahlen seit dem ersten Gesuch weiter verschlechtert haben. Dann können Sie auch von «geschlossener Betrieb» auf Betrieb mit Umsatzrückgang von mindestens 40% wechseln. Bitte nehmen Sie mit dem Helpdesk Kontakt auf.

Ja. Melden Sie sich beim Helpdesk. Geben Sie Ihre Gesuchs-Nr. an und Sie erhalten eine Anleitung zum weiteren Vorgehen.

Die Härtefallverordnung sieht vor, dass Unternehmungen, welche Anrecht auf Unterstützung aus einem anderen Bundesprogramm (Kultur, Sport, öffentlicher Verkehr oder Medien) keinen Anspruch auf Härtefallunterstützung haben.

Unternehmungen, an deren Kapital Bund, Kantone oder Gemeinden mit mehr als 12 000 Einwohnern insgesamt zu mehr als 10 Prozent beteiligt sind, haben keinen Anspruch auf eine Härtefallentschädigung. (Art. 4, Abs. 2, Bst. a)